17.04.2026
IFH Pospektmonitor 2026: Print bleibt führend
Der aktuelle „Prospektmonitor 2026“ von IFH Media Analytics zeigt, dass Print-Prospekte trotz fortschreitender Digitalisierung weiterhin eine zentrale Rolle in der Angebotskommunikation des Handels spielen. Für die bevölkerungsrepräsentative Studie wurden im Februar 2026 insgesamt 1.000 Verbraucher befragt.
Laut den Ergebnissen nutzen 97 Prozent der Befragten zumindest gelegentlich gedruckte Prospekte (2024: 95 %), 74 Prozent greifen wöchentlich darauf zurück. Auch jüngere Zielgruppen bleiben dabei relevant: 64 Prozent der 18- bis 29-Jährigen nutzen Print-Prospekte mindestens einmal pro Woche. Durchschnittlich lesen 1,9 Personen pro Haushalt die Prospekte mit. Selbst unter Personen mit „Keine Werbung“-Hinweis zeigen 49 Prozent weiterhin Interesse an ausgewählten Print-Angeboten.
Parallel bleibt auch die digitale Nutzung hoch: 62 Prozent der Befragten nutzen mindestens wöchentlich Online-Prospekte. Besonders deutlich ist der Trend zur Kombination beider Kanäle: 88 Prozent der Prospektleser nutzen sowohl Print- als auch digitale Formate und damit ein Rekordniveau hybrider Nutzung.
Auch strukturelle Veränderungen in der Prospektverfügbarkeit haben spürbare Effekte auf die Wahrnehmung von Handelsmarken. Die Einstellung von Prospekten betrifft laut Studie etwa jeden zweiten Haushalt direkt und wird häufig kritisch bewertet, etwa wegen schlechterer Vergleichsmöglichkeiten (48 %), einer geringeren Kundenorientierung des Händlers (40 %) oder seltenerem Einkaufsverhalten (37 %). Umgekehrt werden Wiedereinführungen überwiegend positiv wahrgenommen: 53 Prozent der Betroffenen bewerten die Rückkehr positiv, insbesondere wegen der besseren Möglichkeit, Angebote zu vergleichen.
Zur Einordnung betont Andreas Riekötter, Geschäftsführer von IFH Media Analytics: „Prospekte bleiben für Händler ein zentrales Instrument, um Preis-Leistungs-Kompetenz zu zeigen und Frequenz zu sichern – gerade in wirtschaftlich unsicheren Zeiten. Aber Kunden denken nicht in Kanälen. Wer heute Angebote sucht, bewegt sich selbstverständlich zwischen Briefkasten, App und Website. Die entscheidende Frage für Händler lautet daher nicht mehr ‚Print oder Digital‘, sondern: Wie orchestrieren wir Print-Prospekt, Online-Prospekt und App zu einer stimmigen Customer Journey?“
Die Studie wird regelmäßig im Rahmen des „Prospektmonitors“ veröffentlicht und ist kostenpflichtig über das IFH Köln erhältlich. Weitere Ergebnisse sollen im ECC Web Talk sowie im Rahmen des IFH Media Days im November 2026 präsentiert werden.
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