28.04.2026
Interlübke: In der Krise
Die schlechten Nachrichten reißen nicht ab: Interlübke hat gestern beim zuständigen Amtsgericht ein Insolvenzverfahren beantragt. Antragstellerin ist die Lübke GmbH, die hinter der Premiummarke steht. Wie unter anderem der „Westfälische Anzeiger“ meldet, wurde Jurist Yorck Tilman Streitbörger von der Kanzlei Streitbörger zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt.
Das Unternehmen mit Sitz in Rheda-Wiedenbrück war bereits in der Vergangenheit von finanziellen Schwierigkeiten betroffen und erlebte mehrere Wechsel in der Gesellschafterstruktur. 2022 erfolgte die Übernahme durch Domovari. Gegenüber der „Wirtschaftswoche“ erklärte Frank Oehmke, Mitgesellschafter und Geschäftsführer von Domovari, dass die Insolvenz vor allem auf die Folgen des Iran-Kriegs zurückzuführen sei. So werde das Werk in Rheda-Wiedenbrück mit Öl beheizt, dessen Preise derzeit stark gestiegen sind. Dies bestätigte auch der vorläufige Insolvenzverwalter Yorck Streitbörger gegenüber dem „Westfälischen Anzeiger“. Demnach handelt es sich um „sehr große Produktionshallen, welche nicht den modernsten Standards entsprächen“. Er nannte eine Kostenexplosion von rund 50.000 Euro im Monat. Gleichzeitig seien auch die Kosten bei den Lieferanten deutlich gestiegen.
Jetzt läuft die Suche nach einem Investor. Parallel dazu prüft Streitbörger, inwieweit Restrukturierungsmaßnahmen umgesetzt werden können, um dem Unternehmen eine Fortführung aus eigener Kraft zu ermöglichen.
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