10.09.2026

ifo hebt Wachstumsprognose an

Das ifo Institut blickt zuversichtlicher auf die deutsche Konjunktur und erwartet für 2026 ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 1,4 Prozent. Damit haben die Wirtschaftsforscher ihre bisherige Prognose für das laufende Jahr um 0,6 Prozentpunkte angehoben. Für 2027 wird ein Wachstum von 1,2 Prozent prognostiziert, für 2028 ein Plus von 0,8 Prozent.

Als Gründe für die bessere Einschätzung nennt das Institut neben revidierten Daten des Statistischen Bundesamtes eine günstigere konjunkturelle Grunddynamik. Wachstumsimpulse kommen demnach aus dem Ausland sowie von höheren staatlichen Ausgaben für Infrastruktur, Klima und Verteidigung. Gleichzeitig werden die negativen Folgen des Energiepreisschocks geringer eingeschätzt als zuvor. Insbesondere für die zuletzt stark belastete Industrie sieht das ifo Institut erste Lichtblicke.

„Die Erholung der deutschen Wirtschaft setzt sich fort“, erklärt ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser. Allerdings bleibt das Umfeld für den privaten Konsum schwierig. Die Inflationsrate dürfte nach der Prognose 2026 auf 2,8 Prozent und 2027 auf 3,0 Prozent steigen. Erst 2028 rechnen die Forscher mit einem Rückgang auf 2,3 Prozent. Vor allem höhere Preise für Heizöl und Kraftstoffe treiben derzeit die Teuerung; im Winter könnten zudem Strom und Gas nochmals teurer werden.

Die weiterhin hohe Inflation dürfte damit die Konsumkonjunktur bremsen. Gleichzeitig hat die expansive Finanzpolitik Folgen für die Staatsfinanzen: Das Haushaltsdefizit könnte von 3,0 Prozent des BIP im Jahr 2025 auf 4,6 Prozent im Jahr 2028 steigen. Für den gleichen Zeitraum erwartet das ifo Institut einen Anstieg der Schuldenquote von 62,7 auf 67,9 Prozent.

Immer informiert bleiben: Abonnieren Sie den Haustex-Newsletter
ifo hebt Wachstumsprognose an
Foto/Grafik: AdobeStock
Haustex
Haustex
Kontakt
  • Kontakt Redaktion
  • Kontakt Anzeigen
  • Kontakt Leserservice

Verlag