05.11.2026

Schlaftechnologie: Vom Messen zum Verbessern

Smartwatches und Schlafringe liefern detaillierte Informationen über das nächtliche Schlafverhalten. Doch die Erfassung von Schlafdaten allein verbessert noch nicht die Schlafqualität. Nach Ansicht von Dr. Julian Stone, President des britischen Unternehmens Cambridge Sleep Sciences, liegt die Zukunft der Schlaftechnologie deshalb in Lösungen, die das Ein- und Durchschlafen aktiv unterstützen sollen.

Moderne Schlaftracker können laut Stone relativ zuverlässig zwischen Schlaf- und Wachphasen unterscheiden. Angaben zu Tief- und Leichtschlaf beruhen dagegen häufig auf algorithmischen Schätzungen. Die intensive Beschäftigung mit solchen Daten kann sogar zusätzlichen Druck erzeugen. Schlafforscher sprechen dabei von Orthosomnie, wenn das Streben nach perfekten Schlafwerten selbst zum Schlafproblem wird. „Wir haben tolle Geräte, die uns einen Schlafscore liefern – aber im Grunde sagen sie uns nur, dass wir nicht schlafen“, erklärt Stone.

Technologie zur Schlafunterstützung
Mit dem SleepEngine POD hat Cambridge Sleep Sciences ein Gerät entwickelt, das mithilfe speziell entwickelter Klangfolgen auf Grundlage neuroakustischer Forschung das Einschlafen und den natürlichen Schlafverlauf unterstützen soll. Anders als Schlaftracker erfasst das System keine Schlafdaten.

Für Schlafcoach Markus Kamps, der seit mehr als 25 Jahren in der Schlafberatung tätig ist, kommt es auf das Zusammenspiel von Schlafumgebung und mentaler Entspannung an. Neben Matratze, Kissen und Raumtemperatur spiele auch das Abschalten am Abend eine wichtige Rolle.

Der SleepEngine POD wurde im Herbst 2026 unter anderem auf der Hometex in Deutschland und internationalen Fachmessen vorgestellt. Europäischer Distributor ist Bonna Benelux. Für den Bettenfachhandel sieht Kamps darin eine Möglichkeit, das Beratungsangebot zu erweitern: „Nicht jeder Kunde, der schlecht schläft, braucht eine neue Matratze. Wer als Händler nicht nur über Liegekomfort, sondern auch über die innere Seite des Schlafs sprechen kann, hilft seinen Kunden wirklich weiter.“

Das Gerät dient der ergänzenden Schlafunterstützung und ersetzt keine medizinische Behandlung von Schlafstörungen. Weitere Informationen bietet Bonna Benelux unter www.bonna.nl.

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Schlaftechnologie: Vom Messen zum Verbessern
Foto/Grafik: Bonna Studio
Dr. Julian Stone, President des britischen Unternehmens Cambridge Sleep Sciences
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