Haustex - 3/26
ADA beantragt Sanierungsverfahren
Die österreichische ADA Möbelwerke Holding AG und die ADA Möbelfabrik GmbH haben ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung beantragt. Ziel ist es, den traditionsreichen Polstermöbelproduzenten aus Anger in reduzierter Form weiterzuführen und einen Investor zu gewinnen.
Als Hauptursachen nennt das Unternehmen, das in Österreich rund 180 Mitarbeiter beschäftigt, die anhaltende Konsumzurückhaltung, den Rückgang des stationären Möbelhandels sowie einen starken Konsolidierungsdruck in der europäischen Branche. Besonders belastend sei ein deutlicher Einbruch der Nachfrage seit Jahresbeginn gewesen. In einer Mitteilung hieß es, der Bestelleingang liege seit dem Jahreswechsel im Schnitt rund 20 Prozent unter den Erwartungen, was trotz Gegenmaßnahmen die wirtschaftliche Lage zusätzlich verschärft habe.
ADA produziert vor allem Sofas und Matratzen und betreibt neben dem Stammsitz auch Standorte in Ungarn, Rumänien und nahe Graz. Der Jahresumsatz lag zuletzt bei rund 110 Millionen Euro. Der Schuldenstand beläuft sich offiziellen Angaben zufolge auf etwa 30 Millionen Euro. Von der Insolvenz sind etwa 165 Gläubiger betroffen; ihnen wird eine Quote von 20 Prozent angeboten, zahlbar innerhalb von zwei Jahren.
Während die Holding ihren operativen Betrieb fortführen soll, hängt die Zukunft der Möbelfabrik von ausreichenden Auftragseingängen und stabilen Lieferketten ab. Die Löhne und Gehälter der Beschäftigten sind über den österreichischen Insolvenz-Entgelt-Fonds abgesichert.
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