Haustex - 4/26

Interlübke: Statement zur aktuellen Lage

Um auf die aktuell herausfordernde wirtschaftliche Situation des Unternehmens zu reagieren und die Voraussetzungen für eine nachhaltige Neuaufstellung zu schaffen, hat die Lübke GmbH, die Gesellschaft hinter der Marke Interlübke, beim zuständigen Amtsgericht Bielefeld einen Antrag zur Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt (wir berichteten). Nun hat das Unternehmen ein offizielles Statement zur Lage abgegeben. Demnach waren ausschlaggebend für die Antragstellung insbesondere die jüngsten gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen. „Infolge internationaler Krisen kam es in kurzer Zeit zu erheblichen Kostensteigerungen, unter anderem bei Energie, Logistik sowie bei zentralen Rohstoffen wie Holz und Lacken. Gleichzeitig wirkt sich die anhaltende Konsumzurückhaltung im Markt spürbar auf die Nachfrage aus“, so der Hersteller.

Das operative Geschäft von Interlübke wird derzeit fortgeführt. Für die Beschäftigten am Standort Rheda-Wiedenbrück ist die Zahlung von Insolvenzgeld für die kommenden Monate gesichert. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde die Bielefelder Kanzlei Streitbörger, Dr. Yorck Streitbörger, bestellt.

Weiter betont das Unternehmen, dass in den vergangenen vier Jahren umfangreiche Maßnahmen zur Modernisierung und Neuausrichtung umgesetzt wurden – darunter Investitionen in die Fertigungstechnologie (u.a. in ein modernes Flächenlager und eine 5-Achs-CNC-Anlage) sowie Optimierungen in den Bereichen Prozesse, Lagerstruktur und Sortiment. Ergänzend wurde das Geschäftsmodell erweitert, etwa durch die Produktion von Möbeln unter Lizenz der Marke Hülsta für weitere Vertriebskanäle. „Diese Maßnahmen führten zu einer schrittweisen Verbesserung der wirtschaftlichen Situation. Vor dem Hintergrund der aktuellen externen Belastungen konnte die positive Entwicklung jedoch nicht im geplanten Umfang fortgesetzt werden.“

Für die kommenden Monate liege der Fokus nun darauf, „den Geschäftsbetrieb zu stabilisieren und gemeinsam mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter Perspektiven für die Zukunft des Unternehmens zu erarbeiten“. Dazu gehört auch die Prüfung möglicher Investorenlösungen.

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Foto/Grafik: Interlübke
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