15.07.2026

HDE: Einzelhandel fordert bessere Rahmenbedingungen

Angesichts der anhaltend schwierigen wirtschaftlichen Lage fordert der Handelsverband Deutschland (HDE) von der Politik rasche Maßnahmen zur Stärkung des Einzelhandels. Grundlage ist eine aktuelle Umfrage unter 600 Handelsunternehmen, nach der 42 Prozent ihre Geschäftslage als schlecht bewerten und 69 Prozent von rückläufigen Gewinnen berichten.

„Die Lage kann und darf uns nicht zufriedenstellen. Die Stimmung bei Verbrauchern und Unternehmen ist auf dem gleichen Niveau wie im zweiten Corona-Lockdown“, sagte HDE-Präsident Alexander von Preen. Hauptursachen seien steigende Kosten für Personal, Energie und Wareneinkauf bei gleichzeitig stagnierenden Umsätzen.

Der Verband hält dennoch an seiner Jahresprognose eines nominalen Umsatzwachstums von zwei Prozent fest und erwartet für 2026 einen Gesamtumsatz des deutschen Einzelhandels von 697,4 Milliarden Euro.

Zugleich appelliert der HDE an die Politik, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zügig zu verbessern. „Der Einzelhandel ist wichtiger Wirtschaftsfaktor und eine wichtige Säule für die gesamte Gesellschaft“, betonte von Preen. Zudem sprach sich der Verband gegen Einschränkungen bei Minijobs aus und forderte einen verbindlichen Deckel der Lohnnebenkosten von 40 Prozent.

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Foto/Grafik: HDE
HDE-Präsident Alexander von Preen
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