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16.08.2021

Digitalstrategie der imm cologne 365

Digitalisierung ist auch in der Messebranche ein wichtiges Thema. Während viele Messeveranstalter auf digitale Veranstaltungen oder einfache Verlängerungen ins Digitale setzen, geht das Team der imm cologne einen anderen Weg. Mit einem Dreiklang aus Präsenzveranstaltung, Content-Plattform und Business-Netzwerk will die imm cologne 365 ein globales Interior Event schaffen, von dem die Branche das ganze Jahr 2022 profitiert.

Mit einem Dreiklang sei die imm cologne 365 zum Restart 2022 „perfekt für ein anspruchsvolles hybrides Messeformat aufgestellt“, so Matthias Pollmann, Geschäftsbereichsleiter Messemanagement der Koelnmesse. Das heutige Konzept sei das Ergebnis eines intensiven Prozesses. Dem Team der imm cologne sei im Corona-Jahr 2020 klar geworden, dass das digitale Angebot ausgebaut werden müsse. Unbedingt vermieden werden sollte dabei der üblichen Weg einer bloßen Verlängerung ins Digitale.

„Zwei Punkte waren bei unseren Überlegungen zentral“, erklärt Matthias Pollmann. „Erstens muss die Industrie so weit sein, dass sie ihr Leistungsangebot in der Digitalsphäre ähnlich eindrucksvoll wie zur physischen Messe darstellen kann. Zweitens: Wir wollen weiterhin physische Messen machen. Das ist unser Ursprung und gerade jetzt sehnen sich Aussteller und Besucher zugleich nach dem direkten und persönlichen Austausch. Immerhin ist die imm cologne das Event, bei dem die internationalen Unternehmen einen breiten Zugang zum deutschen und europäischen Markt bekommen – und andersherum, Deutschland und Europa mit der Welt in Austausch kommt. Das lässt sich nicht einfach ins Internet übertragen.“

Mit diesen Gedanken im Hinterkopf wurde der Dreiklang geschaffen: Kern ist die Präsenzmesse, die über den Messezeitraum hinaus mittels digitaler Formate über das ganze Jahr ausgeweitet wird: Während das „magazin by imm cologne“ 365 Tage im Jahr Inspiration für Lebensräume bietet, dient „ambista“ als ganzjährige Plattform für Business und Networking. „Wir haben festgestellt, dass wir als Koelnmesse Content abbildbar und über ein Event hinaus nutzbar machen und uns als Content-Partner der Industrie positionieren können“, erläutert Matthias Pollmann, der das Konzept gemeinsam mit Claire Steinbrück, Director imm cologne, und ihrem Creative Director, Dick Spierenburg, an den Start gebracht hat. „Als Messeveranstalter haben wir in der Vergangenheit die leeren Hallen mit zur Party gebracht. Jetzt bringen wir die Hallen ganzjährig ins Internet.“

In der konkreten Umsetzung der imm cologne 365 sieht das folgendermaßen aus: Die Präsenzmesse bietet Emotion und haptische Erlebnisse. Das Magazin ist eine ganzjährige Content-Plattform, über die potenzielle Kunden zu „ambista“ geleitet werden. Das bereits etablierte B2B-Netzwerk dient dann der Kontaktaufnahme und dem späteren Geschäft. „Mit diesem Konzept gehen wir weit über ein Hybrid hinaus“, sagt Claire Steinbrück. „Vielmehr bekommen wir mit einem 365-Tage-Ansatz eine ganzjährige Relevanz. Das ist die Zukunft der Messe, von der wir glauben, dass unsere Kunden so mehr Erfolg haben werden.“

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Digitalstrategie der imm cologne 365
Foto/Grafik: Koelnmesse
Claire Steinbrück (Director imm cologne) und Matthias Pollmann (Geschäftsbereichsleiter Messemanagement Koelnmesse)
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