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18.11.2021

Messen fordern umsichtige Corona-Maßnahmen

Jörn Holtmeier, Geschäftsführer des Verbandes der deutschen Messewirtschaft AUMA, erkklärt: „Die Politik darf nicht in Aktionismus verfallen. Nach anderthalb Jahren Pandemie müssen die Verantwortlichen nun sehr umsichtig agieren. Die Rezepte des vergangenen Winters schmecken nicht mehr.“

Die jüngste Empfehlung des Robert Koch-Instituts, pauschal jegliche Veranstaltungen abzusagen, sei bei einer Impfquote von wenigstens 78 Prozent der Erwachsenen kaum mehr nachvollziehbar. Aussteller, Besucher und Veranstalter seien zutiefst verunsichert. „Messen sind sichere sowie gut regulier- und steuerbare Marktplätze für Handel und Geschäft. Mit gutem Grund sind es viele Messeprofis gewesen, denen Impfzentren landauf, landab anvertraut worden sind“, so Holtmeier.

Erst seit September sind in allen 16 Bundesländern Messen unter strengen und bewährten Hygienekonzepten möglich. Bis dahin war die Branche seit März 2020 fast durchgehend zum Stillstand gezwungen. Dadurch entstanden ist bislang ein gesamtwirtschaftlicher Schaden von über 43,5 Milliarden Euro in der Messewirtschaft selbst, aber auch in der mit Messen verbundenen Hotellerie, Gastwirtschaft und Transportbranche. Für 2021 zeichnet sich erneut ein dramatischer Verlust ab: Über zwei Drittel der 380 für 2021 geplanten Messen wurden seit Jahresbeginn aus dem Programm genommen.

Seit dem Neustart von Messen zeigt sich beim Einlassmanagement, dass vor allem geimpfte Menschen zu den Besuchern zählen. „Der Weg aus dieser Pandemie ist das Impfen. Die große Mehrheit unserer Gäste weiß das, mehr als 58 Millionen Menschen in Deutschland haben das verstanden“, so Holtmeier. Die Messebranche fordere die bislang nicht-impfwilligen Menschen auf, sich impfen zu lassen. „Eine zutiefst von der Corona-Krise erschütterte Branche mit über 230.000 Beschäftigten hat kein Verständnis mehr für Unverständnis.“

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Foto/Grafik: AUMA
Jörn Holtmeier, Geschäftsführer des Verbandes der deutschen Messewirtschaft AUMA
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