22.04.2026
IFH Köln: Möbelmarkt mit leichtem Minus
Der deutsche Möbelmarkt für Wohn- und Büromöbel ist 2025 erneut leicht geschrumpft. Laut dem neuen „Branchenbericht Möbel“ des IFH Köln in Zusammenarbeit mit der BBE Handelsberatung sank der Umsatz um 1,1 Prozent auf 23,9 Milliarden Euro. Bis auf Küchen- und Gartenmöbel verzeichneten nahezu alle Segmente Rückgänge.
Trotz des Minus liegt der Markt weiterhin über dem Vorkrisenniveau von 2019 und zeigt sich insgesamt stabilisiert. Belastend wirken vor allem die schwache Konjunktur und geopolitische Unsicherheiten, zuletzt verschärft durch den Krieg im Iran. Ein spürbarer Aufschwung dürfte sich dadurch weiter verzögern.
„2026 ist das Jahr der Positionierung. Wer die Seitwärtsbewegung des Marktes nutzt, um Strukturen zu optimieren, den Vertrieb zu stärken, das Sortiment zielgruppengerecht zu justieren und die Schnittstelle zwischen offline und online endlich zu schließen, wird 2027 und darüber hinaus wettbewerbsfähig sein. Wer wartet, riskiert, den Anschluss endgültig zu verlieren“, so Prof. Dr. Philipp Hoog, Partner bei der BBE Handelsberatung.
Im Handel zeigt sich eine zunehmende Spreizung: Der Onlinehandel legte 2025 wieder zu, ebenso entwickelten sich große Filialisten und Küchenspezialisten leicht positiv. Kleine Anbieter geraten dagegen weiter unter Druck. „Die Marktbedingungen im Möbelhandel entwickeln sich zunehmend unterschiedlich. Während große Möbel-Filialisten ihre Position auch im wettbewerbsintensiven Umfeld behaupten können, hat sich die Zahl kleinerer Anbieter in den vergangenen Jahren weiter verringert. Insgesamt nimmt der Wettbewerbsdruck im Markt spürbar zu“, erklärt Christoph Lamsfuß, Senior Consultant am IFH Köln.
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